Grenzen der Konfektionstechnik

Produkteigenschaften von Markisentüchern

Das Tuch einer Markise hat in erster Linie Sonnenschutzfunktionen. Es spendet Schatten und wehrt grelles Licht, UV-Strahlung und übermäßige Hitze ab. Darüber hinaus bewirkt es über die Formen und Farben des Tuchmusters eine angenehme Atmosphäre. Trotz moderner, aufwändiger und sorgfältiger Herstellungsverfahren ist es nicht möglich, kleinere „Schönheitsfehler“ in verarbeiteten Tüchern zu vermeiden. Aus diesem Grund müssen wir solche „Unregelmäßigkeiten“ als Reklamationsgrund leider ausschließen.
Die von uns verarbeiteten technischen Gewebe entsprechen strengen Qualitäts-Anforderungen und werden im Produktionsprozess umfangreichen Labortests unterzogen. Über anerkannte Messverfahren werden Flächengewicht, Höchstzugkraft, Höchstzugkraftdehnung, Weiterreißkraft, Wasserdruckbeständigkeit, Wasserabweisung, Lichtechtheit, Wetterechtheit, Sonnenenergieverhalten und weitere Eigenschaften konsequent kontrolliert.

1. Knickfalten


entstehen bei der Konfektion und beim Falten des Sonnenschutztuches. An der Stelle der Falte kann im Gegenlicht, vor allem bei hellen Farben, ein dunkler Strich sichtbar werden.

 

 

2. Welligkeit im Nahtbereich

Markisentücher werden in der Regel aus ca. 120 cm breiten Bahnen konfektioniert. Beim Zusammennähen ergeben sich in den Naht- und Saumbereichen eine obere und eine untere Stofflage. Wird das Markisentuch aufgewickelt, entstehen zwischen diesen Stofflagen Spannungen. Durch die Dicke der Tücher (ca. 0,5 mm) muss die obere Tuchbahn beim Aufwickeln einen längeren Weg zurücklegen als die untere – diese Wickeldifferenz beträgt bei einer Tuchwellenumdrehung bereits 3,14 mm. Über die gesamte Aufrolllänge des Tuches werden die Nähte sowie der Seitensaum überdehnt. Das führt zu einem Durchhang in diesem Bereich – das Tuch wird hier wellig. Dieser unvermeidbare Effekt hat keinen Einfluss auf die Qualität, die Funktion oder die Lebensdauer der Tücher.

3. Effekt der Wabenbildung

Markisentücher werden in Ausfallrichtung vernäht, damit die Zugspannung auf die Kettenfäden wirkt. Diese werden dichter gewebt als die Schussfäden, um Zugkräfte optimal aufzufangen. Hierdurch entsteht – je nach Witterungsbedingungen und Tuchgrößen – der Effekt der Wabenbildung. Verstärkt wird dieser Effekt durch ungünstigen Lichteinfall oder durch Nässe – vor allem wenn das Tuch nass eingefahren wird. Damit das Regenwasser abfließen kann, muss die Tuchneigung mind. 14° betragen. Dies wirkt der Wassersackbildung und Schmutzstreifen entgegen. Die Wabenbildung kann sich bis zur Stoffbahnmitte hin ausdehnen. Dieser Effekt hat keinen Einfluss auf die Qualität, die Funktion oder die Lebensdauer der Tücher.

Weitere Informationen erhalten Sie mit der Broschüre „Richtlinien zur Beurteilung von konfektionierten Markisentüchern“ beim Industrieverband Technische Textilien-Rollladen-Sonnenschutz e.V., Fliethstraße 67, D-41061 Mönchengladbach

www.weinor.de
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